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| Zum Start | Liebe Freunde in der Schweiz und im Badischen, liebe Europäer Deutscher Sprache, liebe alemannische Bewohner des Dreiländerecks! Zum ersten Mal publiziert ein französisches Museum eine Internet-Seite allein in Deutscher Sprache, um sich seinen Freunden und zukünftigen Besuchern in der deutschsprachigen Nachbarschaft mitteilen zu können. In der Zeit des friedlichen Europas scheint dies eine Selbstverständlichkeit; es ist aber eine Europa-, wenn nicht gar eine Welt-Premiere. Noch bestehen im Elsass Gesetze als Folge des letzten Weltkrieges, wonach deutschsprachige Publikationen verhindert oder zumindest mit einschneidenden Bestimmungen belegt werden können, belegt worden waren. Das Internet kümmert das nicht; das Ecomusée d‘Alsace noch weniger: Wir wollen reden, wie uns der Schnabel gewachsen ist, nämlich Elsässisch! Doch Elsässisch hat keine Schriftsprache, wie das Schweizerdeutsche oder das Badische auch nicht. Also schreiben wir auf Deutsch, denn das versteht man hüben und drüben; Französisch können wir ja sowieso! Und so freuen wir uns, dass wir uns verstehen können und uns gegenseitig besuchen wollen - denn das festigt den Frieden! In diesem Sinne: Willkommen im Ecomusée d‘Alsace. Diese Internet-Seite schildert Ihnen regelmässig, was Sie bei uns erleben dürfen. Abonnieren Sie darum unser GRATIS Telegramm, womit Sie regelmässig über unsere tollen Veranstaltungen informiert werden, also nichts verpassen, was sich besonders lohnt zu einem Wiederholungsbesuch bei uns im Ecomusée d‘Alsace, dem Eigentum der Bewohner des Dreiländerecks! Marc Grodwohl Zum Inhalts-Verzeichnis |
| Etwas Handfestes, wenngleich Philosophisches! | Liebe Menschen mit Herz und Verstand! Die Hebräer lesen Bücher rückwärts, von hinten nach vorne, und jede Zeile wider jede Ergonomie von rechts nach links. Auch ihr Weltbild verstehen sie «verkehrt»: die Zukunft hinter sich, die Vergangenheit jedoch vor ihren Augen. Das hat etwas für sich: Wir können ja nur auf die Vergangenheit sehen, nicht aber in die Zukunft! Und wie steht es da mit dem Fortschritt? Genau genommen ist Fortschritt ein Schritt weg von etwas, ein Schritt fort von der Vergangenheit. Fortschritt haben wir immer verstanden als Schritt aus dem Dunkeln ins Helle, vom Schlechteren zum Besseren. Zum Gehen braucht man zwei Beine. Das eine steht fest und trägt das, was ist. Das andere schreitet aus - und hoffentlich in die Richtung, die wir uns wünschen! Jeder Schritt bringt uns in irgendeine Zukunft, verändert unseren Stand, unseren Standort auf der Wegstrecke, in der Zeit und im Leben, das mit dem Tod endet, der keine Vergangenheit und keine Zukunft kennt. Der Weg, den wir von dort nach hier fortschreiten, nennen wir Fortschritt. Wir können ihn ermessen, wenn wir uns umdrehen und die zurückgelegte Wegstrecke vor uns sehen. Sind wir weitergekommen oder haben wir uns im Kreis gedreht? Ging es bergauf oder ging es bergab? Auf jeden Fall verstehen wir besser, was die Hebräer meinen, wenn sie die Vergangenheit vor sich statt hinter sich «sehen». Wer Fortschritt ermessen, beurteilen will, muss die Vergangenheit kennen. Nur die Erkenntnis des zurückgelegten Weges setzt uns in den Stand, unserer Existenz einen Sinn abzugewinnen. Fortschritt kann man weder wollen noch ablehnen, er «ereignet» sich gewissermassen von selbst. Aber seine Qualität und vielleicht auch seine Richtung können wir mitbestimmen. Dazu müssen wir von Zeit zu Zeit auf das Vergangene zurückblicken. Fortschritt und Vergangenheit sind Geschwister. Das Ecomusée d‘Alsace ist dazu gedacht, Vergangenheit lesbar, verständlich und damit den erzielten Fortschritt erkennbar zu machen. Die Fragen, die sich mit dieser Gegenüberstellung von Vergangenheit und Fortschritt aufdrängen, sind sozusagen die Zinsen des hier aufgehäuften Erkenntniskapitals. Marc Grodwohl Zum Inhalts-Verzeichnis |


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